Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark 2018

Reinigendes Passah, und wieder erstrahlte uns aus dem Grab
Er als die schöne Sonne der Gerechtigkeit (Osterkanon, 4. Ode).

CHRISTUS IST AUFERSTANDEN!
Wieder und wieder, Jahr um Jahr erschüttert dieser freudige Gruß die ganze Welt - denn unser Herr Jesus Christus hat durch Seine Auferstehung das ganze Weltall vollkommen verwandelt.
Eine Vielzahl von „Erneuerern“ und „Verwandlern“ trat sowohl vor als auch nach Christus auf: Philosophen, Soziologen, Ökonomen, und andere Beherrscher der Geister, Politiker, Revolutionäre, Volks fuhrer... Wie viele Opfer hat die Menschheit gebracht, bis der Wahn ihrer Ideen offenbar wurde! Mit wie vielen Leben musste gezahlt werden! Aber niemandem - vor oder nach Christus - gelang es, diese Welt wahrlich zu verwandeln, keine wirkliche Erneuerung wurde erreicht, weshalb der Ekklesiast auch spricht: „ und es ist gar nichts Neues unter der Sonne “ (Eccl. 1,9).

Unser Herr Jesus Christus - der Auferstandene - das ist das Einzig Neue unter der Sonne. Er ist die wahre und ewige Erneuerung. Gott, der alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen hat, die gesamte Natur und den Menschen, kam herab auf die Erde, um die Sünde der gesamten Menschheit auf Sich zu nehmen, wovon uns niemand anderes befreien konnte.

Der an Sünden tote Mensch erwarb das Leben - das Ewige Leben. Tot gewesen, wurde er lebendig - und zwar lebendig für immer. Die Erde, bisher angefüllt von Toten, wurde zur Behausung des lebendigen Menschen - und zwar des ewig lebendigen, denn kein Tod kann ihn mehr dieses Lebens berauben, keinerlei Tod kann aus des Menschen Herzen Christus vertreiben, den Auferstandenen Lebensspender.

Wir sterben einmal mit Christus im Mysterium der Taufe - wir tauchen unter in Seine Liebe, um fortan ewig zu leben in Seiner Auferstehung, die auf immer zur unseren wird. Der eben noch Tote, der „alte Mensch“ wird lebendig, erwirbt ein neues Herz, eine neue Seele, neues Gewissen, neues Bewusstsein; in den Menschen ergießt sich Gottes Gnade. Der Todesgestank verflüchtigt sich - und in uns verbreitet sich himmlischer Wohlgeruch. Die Finsternis der Sünde wird zerstreut und uns erhellt das Licht der Auferstehung Christi. Nichts Lichteres gibt es in dieser Welt, nichts Duftenderes, Erhabeneres!

Diese menschlichen Bestrebungen, Bewegungen, Bemühungen, ja Umbrüche und Revolutionen – ob ökonomisch oder wissenschaftlich, politisch oder militärisch – sie alle sind in diesem Göttlichen Licht nichtig, und in diesem Sinn hat der Ekklesiast recht: Was ist's, das geschehen ist? Eben das hernach geschehen wird. Was ist's, das man getan hat? Eben das man hernach wieder tun wird; und geschieht nichts Neues unter der Sonne. Geschieht auch etwas, davon man sagen möchte: Siehe, das ist neu? Denn es ist zuvor auch geschehen in vorigen Zeiten, die vor uns gewesen sind (Eccl 1,9-10). Alle menschlichen
Versuche von Veränderungen und Erneuerungen, die ohne Christus oder gar gegen Christus unternommen wurden, führten stets zum gegenteiligen Ergebnis: zur Verrohung der Menschen, zur alten Sünde und all-verschlingendem Tod.

Ausschließlich der Gottmensch erneuert den Menschen, bringt ihm sein eigentliches Antlitz wieder, lenkt ihn zu seiner wahren – und ewigen – Bestimmung. Durch den Glauben an Christus den Auferstandenen können wir uns erneuern – und sollen wir uns erneuern.
Denn heute ist der Tod besiegt, die Gräber entleert, die Macht des Teufels vernichtet, die Finsternis aus der Welt verbannt, die Sünde aus dem Menschen vertrieben, der Sklave
wurde zum Freien, gewonnen ist die ewige Wahrheit, die ewigen Gerechtigkeit, das Ewige Leben! Endlich wurde der Mensch zum wahren Menschen, zum Gottessohn, zum Bruder des Auferstandenen Christus, zum Mit-Erben aller reichsten Gaben Gottes!

Ungeachtet all unserer Mängel und unseres Kleinglaubens, sind wir, liebe Brüder und Schwestern, Christen des 21. Jahrhunderts, Zeugen der lebendigen Überlieferung der
Heiligen Apostel und Märtyrer und Bekenner – wie? Durch unsere Teilhabe an den Mysterien der Kirche, durch das kirchliche und häusliche Gebet, die Beachtung der Fastenzeiten, Werke der Mildtätigkeit um Christi willen, durch jedes Kreuzzeichen – durch
all dies zeugen wir in unserer Welt: Ja, Gott lebt! Es strahlt die Sonne der Gerechtigkeit!

Bezeugen wir: Christus ist auferstanden – und wir sind mit Ihm auferstanden!

Christus ist auferstanden! - Er ist warhaftig auferstanden!

+Марк,
Erzbischof von Berlin und Deutschland
München-Berlin
Zum Fest der Auferstehung des Herrn 2018

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